Datenschutz

am 25. Mai 2018 treten die Regelungen der EU zum Schutz personenbezogener Daten in Kraft. Wir als Team von der Marterie haben schon immer großen Wert auf Datenschutz gelegt.

Mit der Einführung der neuen Datenschutzbestimmungen wollen wir die Gelegenheit nutzen, Euch zu versichern, dass wir auch weiterhin vertrauensvoll mit Euren Kontaktdaten umgehen werden und die Sicherheit der uns überlassenen Informationen auch technisch bestmöglich gewährleisten.

Wir haben Euch bisher regelmäßig zu Veranstaltungen eingeladen und über unsere Aktivitäten informiert. Von dieser Möglichkeit werden wir auch weiterhin gern Gebrauch machen. Solltet Ihr das zukünftig nicht mehr wünschen, dann könnt Ihr dies per Mail abbestellen.

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Wigald Boning und Roberto Di Gioia – Live Filmvertonung 


Wigald Boning und Roberto Di Gioia stürzen sich in ein neues musikalisches Abenteuer – und zwar gemeinsam mit Ihnen, liebe Zuschauer.

Ihre mitgebrachten Urlaubs- Kinder- und Familienfilme werden die beiden Improvisationstkünstler aus dem Stehgreif vertonen. Hierbei bedienen sich die beiden einer enormen Bandbreite musikalischer Stilrichtungen und fügen zudem mehr oder weniger passende Offtexte hinzu.
Nicht nur Ihre mitgebrachten Filme, sondern auch Ihre literarischen Werke sind uns willkommen. Sind Sie versierter Dichter, Ihre Versschmiede berühmt? Oder sind Sie ein eher heimlicher Poet? Bringen Sie uns Ihre Sonette, Vierzeiler, Liebesbriefe; Wigald Boning und Roberto Di Gioia wandeln sie spontan in Kunstlieder um. Ob wir Ihren Namen nennen sollen oder lieber nicht, ist dabei ganz Ihnen überlassen.
Alles, was Sie tun müssen: Beim Kauf Ihrer Konzertkarte geben Sie Ihre DVD, ihre Schriftstücke an der Theke ab.

Sandra Mann – Mobile

Sandra Mann ist Künstlerin mit Schwerpunkt Fotografie, sie arbeitet auch in verschiedensten anderen Medien. Ein Allroundtalent!

Bild könnte enthalten: Schuhe und Innenbereich
In der Ausstellung „Mobile“, zeigt Sandra Mann Fotografien aus verschiedenen Städten der Welt, als 3 – dimensionale Objekte, die sie im Raum schweben lässt. Ihre kristallähnlichen Rhombendodekaeder, hängen an transparenten Fäden von neonbunten Ästen herunter und scheinen wie Sterne durch Raum und Zeit zu fliegen. Mexico City, Istanbul, Paris, Rom und Frankfurt verschmelzen zu einer eigenen, bunten verrückten Welt.
Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, Innenbereich

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
Sandra Mann studierte an der HFG Offenbach und lebt und arbeitet in Frankfurt.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen und Text

Geo Reisinger – Halbe Häuser – Ganze Paläste

Geo Reisinger ist ein Architekt, ein Architekturtheoretiker und ein Photograph. Ein Architekt, der eine Kamera zur Hand nimmt, macht das, was man von ihm erwarten kann: Er baut um, im Bild.
I Thought I Needed Everything
Architekturen und Landschaften sind seine bevorzugten Motive. Er ist ein Photograph des strukturierenden Blicks. Den Sucher seiner Kamera auf ornamentale Ordnungen gerichtet, versteht er es, diese in seinen Bildern zu komplexen Musterstrukturen auszuarbeiten. Sind die gesuchten Strukturen erst einmal aufgespürt, werden sie sorgfältig analysiert und auf ihre Bildtauglichkeit hin seziert. Wie man beim Filetieren eines Fisches vorzugehen hat, legt Reisinger die Spiegelachsentauglichkeit seiner Motive frei. Angelegt als Mittelachse des Bildes, manchmal auch als dessen Rand, verdoppelt sie Hälften, in die Ganzheit eigenwilliger Bilderzählungen.

A Wide Open Case

Als zentraler Fokus wird eine Position eröffnet, die bei Caspar David Friedrich der Rückenansichtigen Betrachterfigur vorbehalten war. Jener Figur, die als Handlungsanweisung dem Bildbetrachter als Identifikationsangebot, des als vorbildlich zu betrachtenden bildgerechten Handelns gelten sollte. Auch bei Reisinger sieht sich der Betrachter in Stellung gebracht und auch hier direkt in den Mittelpunkt des Geschehens. In diesem Fall ist der Bildmittelpunkt zugleich der Ausgangspunkt des Bildgeschehens. Hier teilt sich das Bild in gleich und gleich, es findet in sich selbst sein Gegenüber und doch entsteht etwas Neues, das weit über die Wiederholung des Halben hinausgeht. Neue Architekturen, Räume und Landschaften erwachsen diesem Prozess. Und so durchschaubar bleibt, worin der Kunstgriff besteht, das zu Sehende hat seine ganz eigene, völlig überzeugende Evidenz.

All We Feel Is Silence

Geo Reisinger zeigt eine Reihe von Bildern, die als Architektur- oder Landschaftsmotive eine solche axiale Spiegelung zum Ausgangspunkt des Bildgeschehens nehmen.Das Resultat ist verblüffend. Der kapitalistisch regulierte freie Wildwuchs urbaner Architektur in New York „vervollkommnet sich“ zu Palastarchitekturen, die stalinistische Machtrepräsentation in den Schatten zu stellen verstehen. Reisinger betitelt dieses Projekt spöttisch mit: „Give the people what they want.“ Hier wird das Photo zur Vervollkommnungsphantasie eines unterstellten kollektiven Wollens, das scheinbar perfekte Ordnungen entstehen lässt. In ihrer Wiederholung finden noch die einfachsten und belanglosesten architektonischen Entwürfe ihre Bestätigung in sich selbst und steigern sich in unerwartete ornamentale Erhabenheit. Und was auch immer zur Anschauung gebracht wurde, ob kolossale Architektur, oder monumentales Felsmassiv; es herrscht eine große Übersichtlichkeit. Das Bild, das ihn ins Zentrum gerückt hat, erscheint dem Betrachter als vollkommen beherrschbar.

Some Of The Limits Of Fieldwork

Im Projektraum zeigt Reisinger ein Panorama. Er stellt damit seinen eigenen, in sich geschlossenen Raum. Zu sehen sind Bilder von New York, einer Stadt, die in ihrer Ansichtigkeit und Darstellung traditionell für einen Ort der Vertikale gehalten wird. Kameras und Blicke richten sich hier zumeist erst einmal in die Höhe. Jeder, der die Stadt kennt, weiß jedoch, dass sich das Entscheidende in der Horizontalen abspielt, auf Straßenniveau in Blickhöhe, oder im Untergrund. Alles andere ist Ausblick.

Reisinger hält dagegen und senkt die Kamera. Mit dem geschulten Auge eines architekturkulturellen Feldforschers nimmt er die großartige ornamentale Zeichensprache der Asphaltgraphik ins Visier. Was er zeigt, ist Malerei, strenge Geometrie, die große, weithin übersehene Bilderzählung des öffentlichen Raumes. Es ist das Zeichensystem einer urbanen Ordnung, die Reisinger zu einer Komplexität zu fügen versteht, in der jene Notwendigkeit der Arabeske erkennbar wird, die Asphaltmarkierungen in eine lose Beziehung setzt zu den großen ornamentalen Bodenordnungen der Architekturgeschichte.

So bleibt festzustellen, dass nach Geo Reisingers photographischer Untersuchung zum Ornament der Straße, Niemand Fahrbahnmarkierungen je wieder nur achtlos mit Füssen treten sollte.


Rafael von Uslar

Bild könnte enthalten: Baum und im Freien

Edition

Bild könnte enthalten: 1 Person, steht und im FreienKein automatischer Alternativtext verfügbar.

MARTERIE

Öffnungszeiten:

Freitag 11 – 16 Uhr 

Samstag 11 – 16 Uhr

Und nach Vereinbarung via Mail an: marterie.art@gmail.com

 

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